Stories bei LinkedIn: Ein Erfahrungsbericht

Stories auf einem Business-Kanal – LinkedIn macht es möglich. Mit der neuen Funktion können User Einblicke und Erfahrungen schnell und einfach mit anderen teilen. So lassen sich emotionale Geschichten mit der beruflichen Community erzählen. Aber, passt das Story-Format wirklich in ein Business-Netzwerk? Was gibt es über das neue LinkedIn-Feature zu wissen? Wir haben es getestet.
Werfen wir also einen Blick auf die LinkedIn-Stories: Sie bestehen aus Bildern oder 20-Sekunden-Videos, die entweder über die Kamera in Echtzeit aufgenommen oder aus der Galerie des Smartphones hochgeladen werden. Aktuell befindet sich die neue Funktion noch in der Testphase und steht nur ausgewählten LinkedIn-Profilen und -Unternehmensseiten in verschiedenen Ländern zur Verfügung. Neben Australien, Brasilien, Frankreich und den Niederlanden gehören die Vereinigten Arabischen Emirate zu den Ersten, die das neue Feature testen können. Und auch in Deutschland gibt es erste Anwender. Auch Mitarbeiter aus unserer Agentur sind dabei.

Erst Stories erstellen,
Um die LinkedIn-Story für einen Account zu erstellen, braucht ihr die LinkedIn-App. Über das „+“-Icon neben dem eigenen Profilbild an der linken oberen Bildschirmecke auf der Startseite gelangt ihr zur Story-Funktion. Unterschiedliche Optionen helfen dabei, die Stories kreativ auszuschmücken: Das Spektrum reicht von Aufklebern, Texten mit verschiedenen Farb- und Ausrichtungsmöglichkeiten bis hin zu Erwähnungen, die mit „@“-getaggt werden. Danach gebt ihr die Story über den „Story teilen“-Button frei. Fertig, online! Und weiter? Nach der Veröffentlichung ist sie, ähnlich wie bei Instagram und Snapchat, 24 Stunden lang verfügbar. Aber Achtung: Einmal veröffentlicht, kann sie nicht mehr bearbeitet werden. Wer einen Fehler macht, dem hilft nur noch eines: löschen!

… dann Stories anschauen
Und wie sieht es aus, wenn ich mir die Stories anderer ansehen möchte? Auch hierfür ist die LinkedIn-App Voraussetzung. Mit dieser könnt ihr alle Stories von Personen oder Unternehmen sehen, mit denen ihr selbst verbunden seid. Auf der LinkedIn-Startseite sind in der Story-Leiste die Profilbilder der verschiedenen LinkedIn-Profile und -Unternehmensseiten aufgelistet, die eine Story erstellt haben. Mit einem Klick auf diese, starten die Stories. Ihr könnt sie sowohl öffentlich als auch anonym anschauen. Einzelne Personen, denen ihr eure Story vorenthalten möchtet, könnt ihr blockieren.

Social Media ist bestens messbar. Deshalb sind KPIs Gold wert! LinkedIn bietet, vorerst noch im kleinen Maße, Insights für die Stories an: darunter die Anzahl der Betrachter sowie eine Liste mit deren Namen. Schließlich wollt ihr ja wissen, welche Reichweite ihr erzielt habt und wer sich für euren Content interessiert.
Außerdem wichtig: Connecten …
Nicht zu vergessen: das Connecten. Ihr könnt auf eine Story reagieren und dem Ersteller eine Nachricht senden. Dafür einfach beim Ansehen am unteren Bildschirm auf die Schaltfläche Nachricht [Profilname] klicken und eine Message in das vorgesehene Feld schreiben. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Kommunikation via Story nur mit direkten LinkedIn-Kontakten möglich. Alles kinderleicht.

… und teilen
Was wäre eine soziale Plattform ohne die Share-Funktion? Weil diese bei LinkedIn zu den Essentials gehört, ist sie auch im Story-Feature integriert, sodass ihr Stories anderer Profile mit euren Kontakten über LinkedIn Messaging teilen könnt. Das gilt auch für eure eigene Story. Während die Story läuft, einfach auf das Nachrichtensymbol an der unteren rechten Bildschirmecke klicken und die Namen der Kontakte eingeben, mit denen ihr die Story teilen wollt. Zusätzlich könnt ihr eine Nachricht einfügen und dann über den Senden-Button sharen.
Hat das Story-Feature eine Chance auf dem Business-Kanal?
Die Zahl der „Story-Nutzer“ wächst stetig, seit die Funktion 2016 bei Instagram eingeführt wurde. Hingegen geht die Zahl der Posts im Feed leicht zurück. Der Fokus auf dem Startbildschirm liegt für die Nutzer auch klar auf den Profilbild-Icons am oberen Bildschirmrand, mit denen die Stories angesehen werden können. Sie bieten Content, der nach Lust und Laune auch schnell durchgeswiped werden kann.

Es gibt viele Parallelen in der Funktionsweise von Instagram- und LinkedIn-Stories. LinkedIn fokussiert sich allgemein mehr auf den Content der eigenen Kontakte und fördert diesen. Dies ist mit den neuen Stories auch möglich. Dadurch würde der persönliche Kontakt auf der Plattform noch wichtiger werden. Aktuell liefert der Feed qualitativ hochwertigen Content und erfüllt damit (noch) die Erwartungen der User. Trotzdem: Eine Story kann einen informativen Text-Content nicht ersetzen. Aber LinkedIn erreicht mit den Stories die jüngere Generation. Denn das Story-Format ist heute State of the art. Es bleibt somit spannend, wie sich das Nutzerverhalten auf dem Business-Kanal hinsichtlich Story und Feed entwickeln wird.

Unser Fazit: Zweifelsohne sind LinkedIn-Stories eine schnelle, moderne und coole Möglichkeit, mit der User eigenen, kreativen Content mit ihrer Community teilen und mit der direkte Kontakte persönliche Einblicke von Usern erhalten können. Dennoch: Wir sind gespannt, ob LinkedIn das Format global ausrollt und allen Usern zur Verfügung stellt. Denn wir wissen, dass der Feed im Business-Kontext bestens funktioniert und zweifeln noch etwas daran, ob Stories wirklich zu den aktuellen Usern passen. Wir werden das Ganze aber auf jeden Fall verfolgen.

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