Ohne „Communication Tech“ geht nichts mehr

Digitale Tools werden laut dem PR-Trendmonitor 2020 immer beliebter. Eine Entwicklung, die nicht überrascht. Wo kommen diese zum Einsatz? Welchen Mehrwert haben sie? Und wie verändert „Communication Tech“ die tägliche Arbeit?

Mehr als 500 Fach- und Führungskräfte aus Kommunikationsabteilungen und PR-Agenturen beteiligten sich am PR-Trendmonitor 2020 von Faktenkontor und news aktuell. Das Thema: Status quo und Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kommunikationsbranche. Das Ergebnis: Ein Großteil der Kommunikationsverantwortlichen nutzt digitale Tools im täglichen Geschäft. Sie helfen dabei, die Arbeit besser abzustimmen, zu strukturieren und Erfolge zu sichern. Zu den am meisten eingesetzten Communication Technologien zählen Collaboration- und Messenger-Werkzeuge, Monitoring-Tools sowie Lösungen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Diese Communication Tech stellen wir hier vor.

Vorne: Collaboration-Tools und Messenger Dienste
Am häufigsten nutzt die Kommunikationsbranche Collaboration-Programme wie Slack, Trello, Asana, GoogleDocs oder Microsoft Teams. Bei 59 Prozent erleichtern sie die Arbeit – und machen diese effizienter und effektiver. Gerade in der Corona-Zeit zeigen sich die Vorteile dieser digitalen Werkzeuge mehr als deutlich. So lassen sich Kommunikationsprojekte besser und schneller abstimmen, planen und strukturieren – und das auch aus dem Homeoffice. Dabei punkten die digitalen Helfer nicht nur bei virtuellen Konferenzen oder Redaktionsmeetings. Dank ihrer Portalstruktur lassen sich die Werkzeuge auch als zentrale Speicherorte für Texte, Fotos oder Videos nutzen. Und selbst kleinere Workflows realisieren sie einfach. Gerade bei den aktuellen Kontaktbeschränkungen liefern Collaboration-Tools einen unschätzbaren Mehrwert – für die Zusammenarbeit in den Kommunikationsabteilungen, den Agenturen und miteinander.
Auf Platz 2 der Communication Tech landen Messenger Dienste. Nicht nur intern, sondern auch im Austausch zwischen Unternehmen und Agenturen entwickeln sich WhatsApp, Threema oder Skype zu wertvollen Helfern. Immerhin 58 Prozent der Befragten nutzen die Messenger Dienste für den schnellen Austausch von Informationen und Daten in ihrer täglichen Kommunikationsarbeit.

Kommunikation messen und analysieren
Mit digitalen Mess- und Analyseinstrumente lässt sich heute Kommunikation einfach und schnell messen. 58 Prozent der Kommunikations-Profis nutzen digitale Helfer, um Zielgruppen individuell zu analysieren oder die Reputation zu messen. Für regionale, nationale und internationale PR-Kampagnen sind integrierte Mediendatenbanken mittlerweile unverzichtbar. Mit einer solchen Mediendatenbank lassen sich Medien und Journalisten recherchieren, spezifische Medienverteiler erstellen, Kampagnen DSGVO-konform ausspielen, Medien monitoren sowie Analysen und Berichte erstellen. Aber nicht nur in der Pressearbeit, sondern auch im Social Media Marketing sind digitale Mess- und Analyseinstrumente heute unabdingbar. Sie sind die Grundlage, um in der komplexen Medienwelt erfolgreiche Kommunikation zu gestalten, zu evaluieren und ständig zu optimieren.
Zu den führenden Communication Techs gehören außerdem SEO-Tools. 57 Prozent der Kommunikations-Profis nutzen Programme für die Suchmaschinenoptimierung. Die Landschaft der SEO-Tools ist besonders vielfältig – genannte seien hier exemplarisch Google Search Console, Ubersuggest, Screamingfrog, Xovi und Sistrix. Mit den SEO-Tools lassen sich neue Keywords entdecken, Rankings überwachen, Webseiten crawlen und optimieren sowie die direkte Konkurrenz überwachen. Die Ergebnisse sind besserer Content, höherer Traffic und mehr Leads.

Die Lücke schließen bei „Communication Tech“

Erfolgreiche Kommunikation ist ohne Communication Tech nicht mehr möglich. Für Kommunikations-Profis ist deshalb auch Technologie-Kompetenz eine Schlüssel-Kompetenz. Dies gaben immerhin 68,5 Prozent der PR-Experten in der Studie „European Communication Monitor 2020“ an. Aber nur 50,6 Prozent schreiben sich selbst diese Schlüssel-Kompetenz zu. Unter den Kommunikations-Profis gibt es eine große Lücke zwischen attestierter Bedeutung und persönlicher Qualifikation. Demnach sind sie gut beraten, die Lücke bei Communication Tech so schnell wie möglich zu schließen. Und das geht nur über einlesen, fragen, austauschen und einfach machen.

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